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Sonntag, 5. September 2010

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Herzlich Willkommen beim Blasorchester Langgöns!


Nach exakt 4444 Tagen Dirigentenstab niedergelegt PDF Drucken
Alexander Fischer verabschiedet sich nach Frühlingskonzert vom Langgönser Blasorchester

LANGGÖNS (viw). Ein "Best of" aus zwölf Jahren, so beschrieb Moderator Carsten Schäfer das Frühlingskonzertprogramm des Blasorchesters Langgöns, das gleichzeitig auch die Abschiedsvorstellung des langjährigen, beliebten und erfolgreichen Dirigenten Alexander Fischer war. Vor ausverkauftem Saal im Landgasthof "Gambrinus" boten die Musiker mit ihrem Konzerthöhepunkt des Vereinsjahres auch diesmal wieder einen Hörgenuss aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres: Es war ein bunt gemischter, frischer Melodienstrauß aus modernen Stücken, volkstümlichen Melodien und bekannten Märschen, der noch einmal einen Querschnitt durch die geleistete musikalische Arbeit des scheidenden musikalischen Leiters Alexander Fischer bildete.

Den Auftakt machte das Stück "In Harmonie vereint". Das Repertoire vereinte beispielsweise so unterschiedliche Werke wie "Kannst Du Knödel kochen", "One moment in time", "Die Biene Maja", "When the saints go marching in" bis hin zur Amsel Polka und "Rosamunde" am Ende der ansprechenden und künstlerisch hochklassigen Konzertdarbietung, die vom Publikum mit großem und langanhaltendem Beifall bedacht wurde.
Und dann war der Moment des Abschiednehmens gekommen, dem sicherlich viele der Akteure mit viel Wehmut entgegensahen: Vorstandsmitglied Reinhard K. Puhl beleuchtete in seiner Dankesrede noch einmal das erfolgreiche Wirken von Alexander Fischer, der nun aus beruflichen Gründen und wegen zahlreicher anderer musikalischer Verpflichtungen dieses Amt niederlegt. Schon seit Juli 1993 hatte der talentierte junge Mann Nachwuchsmitgliedern des Vereins Klarinettenunterricht erteilt. Im Alter von gerade einmal 20 Jahren übernahm er als Dirigentenneuling das Orchester, das zuvor in den ersten sechs Jahren seines Bestehens bereits vier Dirigenten gehabt hatte.
Am 15. Januar 1996 startete die gemeinsame Zusammenarbeit offiziell. Es wurde eine, so Puhl, "fruchtbare und lange Zeit der Zusammenarbeit mit einem angenehmen Menschen, die die Leistungsfähigkeit des Blasorchesters stark verbesserte, uns Aktiven vor allem neue musikalische Erfahrungen mit Herausforderungen brachte und natürlich auch viel Spaß."
Alexander Fischer brachte viel frischen Wind in das Repertoire, nicht nur beliebte Märsche, Polkas und Walzer, sondern auch moderne Melodien aus Filmen, Musicals oder Schlagern wurden eingeübt. "All das ist ein Verdienst von Alexander Fischer", betonte Reinhard K. Puhl, der es ebenso wie der Vereinsvorsitzende Markus Mehl und alle aktiven Ensemblemitglieder sehr bedauerte, dass der beliebte und erfolgreiche Dirigent nun geht.
Zum Schmunzeln brachte Puhl Aktive und Konzertbesucher mit seiner Berechnung der "Amtszeit" des Dirigenten, die tatsächlich exakt 4444 Tage betrug. Als Abschiedsgeschenk überreichten die beiden Vorstände ein mit Unterschriften aller Orchestermitglieder signiertes Erinnerungsfoto an den sichtlich bewegten Alexander Fischer. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.


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Zum Abschied überreichten der Vereinsvorsitzende Markus Mehl (l.) und Vorstandsmitglied Reinhard K. Puhl (r.) ein Erinnerungsfoto an den scheidenden Dirigenten Alexander Fischer.
Bild: Wilhelm





Quelle: Gießener Anzeiger - Onlineausgabe vom 19.3.2008

 
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